Projekte – KMM Klänge - Menschen - Maschinen

KMM-Transformationsprozess

Vom Museum zum heiteren Kulturzentrum

Idee, Konzeption, Regie, Projektleitung. Im Auftrag des KMM - Kulturzentrum.

Das KMM in Dürnten (ZH) - ein einzigartiges Museum, das sich hin zum heiteren Kulturzentrum wandelt. In diesem Transformations-

prozess wurde nun auch vermehrt auf Kinder & Familien sowie Kulturveranstaltungen gesetzt. Die neuen Projekte orientieren sich an den Begriffen „Edutainment“, „Erleben“, „Transmediales Erzählen“, „Alt/Neu“ - alles in Zusammenhang mit Klängen, Menschen und Maschinen. 

 

Neu zu Erleben im KMM

  • KINDERECKE im Varieté mit adaptierten Vintage-Telefonen: spannende Hörgeschichten über Musikmaschinen - eigens geschrieben für das KMM und erzählt für Kinder; Touch-screens mit Video-ClipsBücher und Unterhaltung zum Thema Musik und Klangmaschinen. 
  • CHILBI um die Jahrhundertwende für Klein & Gross.  

Bestehender Chilbi-Raum erweitert mit dem Varieté und neu adaptiert von Barbara Metzger&KMM

  • MUSEUMSFILM (11’) Gustav und die Musikmaschinen im Animadoc-Stil. Einzigartiges Archivmaterial (ca.1900-1930), charmante humorvolle Animation, fotografische Aufnahmen der Maschinen aus dem KMM und originale Klangmaschinen-Musik werden verwendet, um unterhaltsam und informativ über Orte, Menschen und Eigenheiten dieser besonderen Maschinen zu erzählen. Exklusiv zu sehen im KMM. 

Skizze Gustave Chapeau: Stefan Holaus

  • BLACK-BOX mit Touch-Display für einen unterhaltsamen Überblick zum Thema Musikmaschinen und die Zeit der Jahrhundertwende. Kurze Einblicke in Geschichten von Zeitzeugen, diverse Orte und Maschinen: Video-Clips, Podcasts und Tonaufnahmen zum Durchklicken.
  • KLANG-SPOTS für ein akustisches Entdecken der Jahrhundertwende. Welche Geräusche prägten die Menschen vor und zur Zeit der Industrialisierung? 

Skizze: Barbara Metzger

  • VINYLOMAT - ein Projekt von Peter Leuenberger. Neu installiert im KMM. 

Skizze: Barbara Metzger/vinylomat.ch

Die Projekte kombinieren alle auf eine eigene Art und Weise Unterhaltung und Lernen und verleihen dem Museum im bisherigen Sinne eine neue Richtung. Sie reizen durch ihre Aufmachung, neue Technik verwoben mit alten Elementen, durch mehr Inhalte über Musikmaschinen und die Verwendung verschiedenster medialer Formen. Gerade durch das Gestalten von mehreren Stationen können die Besucher*innen -in einer ganz besonderen, fast nostalgischen Atmosphäre- durch den Saal geführt werden und so in die Welt der Musikautomaten aus dem 19. und Anfang 20. Jahrhundert eintauchen und vieles erfahren - auch unabhängig von der bereits bestehenden Museumsführung oder eines Workshops. So wird das ohnehin schon spezielle Angebot des Museums ein ganzes Stück erweitert, was wiederum ermöglicht, dass das KMM einen Wandel hin zum heiteren Kulturzentrum für Jung und Älter erfährt. Ein Wandel, der eine Reaktion auf die aktuellen Umstände ist: Welche Ansprüche haben -insbesondere junge- Besucher*innen und wie wird man ihnen gerecht? Welches Angebot schafft man, sodass Kinder und Familien aus nah und fern den Besuch des KMM als Erlebnis sehen? Wie organisiert sich das KMM, sodass auf Massnahmen, wie wir sie zur Zeit erleben, besser reagiert werden kann? Wie können spezielle Themen (wie Musikmaschinen) zeitgerecht einem breiten Publikum vermittelt werden? 

 

KMM Dürnten www.kmm-duernten.ch

Team: In grossartiger Zusammenarbeit mit Katrin Liscioch/KMM (Produktion), Barbara Metzger (Gestaltung, Design, Szenografie), Stefan Holaus (Animation, Produktionsdesign, Co-Regie), Hannes Koch (Sprecher), Julia R. Waldner (Drehbuch), Timo Müller (Sounddesign), Ramon Bischoff (Soundmix), Roman Schwendt (Soundmix), Rahel Ilona Eisenring (Übersetzung, Untertitelung), Sandra Hillebrand (Sprecherin), Simon Iten (Komposition, Soundcollage).  

Kulturguterhaltung ist ein gesellschaftspolitischer Auftrag und die Folgerung aus dem geplante Transformationsprojekt. Die bisher grösste Attraktivität im KMM sind die funktionierenden, gut erhaltenen Maschinen, die ein Teil des kulturellen Erbes darstellen. Durch ein attraktives Angebot kann eine kulturelle Werterhaltung nachhaltig ermöglicht werden. Die geplante Adaption des Orgelsaals macht dies möglich, indem ein Ort geschaffen wird, an dem in einem einzigartigen Ambiente nicht nur museal bestaunt, sondern alles auch live erlebt werden kann. Damit dies für zukünftige Besucher, insbesondere auch für Kinder und Familien, weiterhin zugänglich und attraktiv ist, braucht es einerseits eine gut funktionierende Werkstatt und fundiertes, historisches Wissen rund um das Klangmaschinen-Handwerk. Andererseits aber auch ein ergänzendes Angebot, das den Besuchern einladet, die damalige Zeit in all ihren Facetten mit der heutigen Zeit zu verknüpfen. Durch neue Erkenntnisse und frischer Begeisterung schliesst sich der Kreis im Sinne der Kulturguterhaltung.